Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat 2025 mehr als 580.000 Proben untersucht. Dabei prüften die Fachleute Lebensmittel, Trinkwasser, Umweltproben und mögliche Tierseuchen. Bei den Lebensmittelkontrollen stuften sie lediglich 0,2 Prozent der Proben als gesundheitsschädlich ein.
Das Landeslabor hat jetzt seinen Jahresbericht für 2025 vorgestellt. Neben dem Verbraucherschutz spielte vor allem die Tierseuchendiagnostik eine große Rolle.
27.614 Lebensmittelproben untersucht
Die Fachleute analysierten im vergangenen Jahr 27.614 Lebensmittelproben, darunter auch Wein und Weinerzeugnisse. Dazu kamen 2.952 Proben von Bedarfsgegenständen, Kosmetika sowie Tabakprodukten. Bei 14,3 Prozent der Lebensmittelproben stellten die Prüfer Mängel fest. Meist betrafen diese allerdings die Kennzeichnung der Produkte.
Das Landeslabor weist außerdem darauf hin, dass die Quote keinen repräsentativen Blick auf alle Lebensmittel im Handel erlaubt. Die Kontrolleure untersuchen Produkte mit einem höheren Risiko gezielt häufiger.
Sieben Slush-Eis-Proben gesundheitsschädlich
Nur 0,2 Prozent der untersuchten Lebensmittelproben bewertete das Landeslabor als gesundheitsschädlich. Darunter befanden sich sieben Proben Slush-Eis sowie sieben Süßwaren mit zugesetzten Cannabinoiden. Das Labor stellte solche Produkte im Jahresbericht unter dem Schwerpunkt „Süße Risiken“ besonders heraus.
Mehr als 486.000 Proben auf Tierseuchen untersucht
Den mit Abstand größten Teil der Untersuchungen machte die Tierseuchendiagnostik aus. Das Landeslabor analysierte hier 486.719 Proben. Nach einem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einem Brandenburger Wasserbüffelbestand Anfang 2025 untersuchten die Fachleute rund 33.000 Proben von Haus- und Wildtieren. Alle Untersuchungen auf das Virus beziehungsweise entsprechende Antikörper fielen negativ aus.
Auch die Vogelgrippe beschäftigte das Labor. Ein größeres Ausbruchsgeschehen begann im Oktober 2025 und hielt bis ins Jahr 2026 an.
Rund 15.000 Proben wegen Newcastle-Krankheit
Auch 2026 setzte sich die Arbeit an Tierseuchen fort. Zwischen Februar und Mai registrierte Brandenburg nach 30 Jahren ohne Ausbruch wieder mehrere Fälle der Newcastle-Krankheit in kommerziellen Geflügelhaltungen. Im Zusammenhang mit diesen Fällen untersuchte das Landeslabor rund 15.000 Proben.
Tausende Wasser- und Umweltproben
Neben Lebensmitteln und Tierkrankheiten kontrollierte das Landeslabor auch die Umwelt. Insgesamt untersuchten die Fachleute 28.247 Proben aus Umwelt und Strahlenschutz. Darunter befanden sich 10.241 Gewässerproben aus Badegewässern und Grundwasser sowie 3.708 Proben aus Trink- und Badebeckenwasser. Dazu kamen 6.397 landwirtschaftliche Proben, beispielsweise von Futtermitteln, Düngemitteln, Pflanzen, Böden und Saatgut. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg nutzt seine Analysen sowohl für regelmäßige Kontrollen als auch für akute Krisen. Dazu zählen beispielsweise Tierseuchenausbrüche oder Umweltprobleme wie Fischsterben.

























