Brandenburgs Landkreise und kreisfreie Städte haben 2025 brutto rund 247 Millionen Euro für Sozialhilfe ausgegeben. In Cottbus waren es 12,3 Millionen Euro – rechnerisch rund 130 Euro je Einwohner. Im Landkreis Spree-Neiße lag der Wert bei etwa 68 Euro. Das zeigen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Für die regionalen Pro-Kopf-Werte wurden die Sozialhilfeausgaben auf die Einwohnerzahlen vom Juni 2026 umgelegt. Die Angaben sind deshalb gerundet.
Cottbus gibt 12,3 Millionen Euro für Sozialhilfe aus
In Südbrandenburg unterscheiden sich die Ausgaben je Einwohner deutlich. Cottbus kam 2025 auf Sozialhilfeausgaben von 12,3 Millionen Euro. Das entspricht rechnerisch rund 130 Euro je Einwohner.
In den Landkreisen sah es so aus:
- Dahme-Spreewald: 13,4 Millionen Euro – rund 75 Euro je Einwohner
- Oberspreewald-Lausitz: 11,8 Millionen Euro – rund 111 Euro je Einwohner
- Elbe-Elster: 9,9 Millionen Euro – rund 103 Euro je Einwohner
- Spree-Neiße: 7,4 Millionen Euro – rund 68 Euro je Einwohner
Für Brandenburg insgesamt nennt das Amt für Statistik einen Wert von 97 Euro je Einwohner. Im Vergleich der genannten kreisfreien Städte lag Frankfurt (Oder) mit rund 159 Euro je Einwohner höher als Cottbus.
Zwei Drittel der Sozialhilfe fließen in die Pflege
Der mit Abstand größte Ausgabenposten war landesweit die Hilfe zur Pflege. Dafür wurden 2025 rund 165,9 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht etwa 67 Prozent der gesamten Sozialhilfeausgaben. Weitere 44,7 Millionen Euro entfielen auf die Hilfe zum Lebensunterhalt. Auch in Cottbus war die Hilfe zur Pflege der größte Posten: Hier wurden dafür 6,6 Millionen Euro ausgegeben. Für die Hilfe zum Lebensunterhalt waren es 2,6 Millionen Euro. Oberspreewald-Lausitz gab für die Hilfe zum Lebensunterhalt mit 2,8 Millionen Euro mehr aus als die anderen Kreise der Region.
Nach Abzug von Einnahmen blieben in Brandenburg insgesamt Nettoausgaben von 236,1 Millionen Euro.
Eingliederungshilfe wird getrennt ausgewiesen
Nicht in den genannten Sozialhilfeausgaben enthalten ist die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Diese wird statistisch separat erfasst. Dafür wurden in Brandenburg 2025 brutto rund 949,9 Millionen Euro ausgegeben. Am Jahresende erhielten 28.125 Menschen entsprechende Leistungen.
In Südbrandenburg wurden folgende Bruttoausgaben gemeldet:
- Oberspreewald-Lausitz: 50,4 Millionen Euro
- Elbe-Elster: 46,4 Millionen Euro
- Dahme-Spreewald: 41,6 Millionen Euro
- Cottbus: 35,2 Millionen Euro
- Spree-Neiße: 35,2 Millionen Euro
Die meisten Leistungsbezieher innerhalb der Region gab es in Elbe-Elster mit 2.055 Menschen. Es folgten Oberspreewald-Lausitz mit 1.545, Spree-Neiße mit 1.425, Cottbus mit 1.365 und Dahme-Spreewald mit 1.170.
Was die Zahlen zeigen
Die Ausgaben unterscheiden sich zwischen den Kreisen teils deutlich. Dabei lassen sich die Pro-Kopf-Werte allerdings nicht eins zu eins mit der offiziellen Landesquote vergleichen: Die regionalen Werte wurden mit den Einwohnerzahlen vom Juni 2026 berechnet, während sich die Ausgaben auf das Jahr 2025 beziehen. Trotzdem geben die Zahlen einen Überblick darüber, wie unterschiedlich hoch die Sozialhilfeausgaben in Cottbus und den umliegenden Landkreisen ausfallen.
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