Hausbau

Virtuelles Bauamt in Brandenburg: Bauanträge jetzt im ganzen Land digital möglich

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 7. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Bauanträge können in Brandenburg jetzt landesweit digital bearbeitet werden. Alle Bauaufsichtsbehörden sind an das Virtuelle Bauamt in Brandenburg angeschlossen. Nach Hamburg und Bremen ist Brandenburg damit das erste Flächenland, das diesen Schritt vollständig umgesetzt hat.

Für die Lausitz spielt dabei besonders der Landkreis Oberspreewald-Lausitz eine wichtige Rolle: Dort begann 2024 die Einführung des Systems in Brandenburg. Auch Elbe-Elster gehörte später zu den Pilotpartnern.

Virtuelles Bauamt in Brandenburg: Vom Antrag bis zum Bescheid digital

Das Virtuelle Bauamt ist eine gemeinsame digitale Plattform für die Beteiligten eines Baugenehmigungsverfahrens. Bauherren, Planer, Fachbehörden und Bauaufsicht können darüber Unterlagen und Informationen austauschen.

Der Prozess kann dabei von der Antragstellung bis zum Bescheid elektronisch abgewickelt werden. Unterlagen können digital eingereicht und später ergänzt werden. Auch der Bearbeitungsstatus lässt sich online verfolgen.

Zum Virtuellen Bauamt Brandenburg

Weniger Papier und keine Postwege

Durch das digitale Verfahren sollen verschiedene Arbeitsschritte wegfallen. Anträge müssen nicht mehr ausgedruckt, unterschrieben und per Post verschickt werden. Zudem ist das Virtuelle Bauamt direkt an das Fachverfahren der Bauaufsicht angebunden.

Für Bauherren und Entwurfsverfasser reduziert sich ebenfalls der Papieraufwand. Bislang mussten für das Verfahren drei Papierakten angefertigt werden. Das Land geht davon aus, dass die Digitalisierung dadurch auch Verfahrenszeiten verkürzen kann.

Oberspreewald-Lausitz war Vorreiter

Der Startschuss für das Virtuelle Bauamt in Brandenburg fiel im Juli 2024 in Calau. Oberspreewald-Lausitz übernahm dabei nicht nur die Rolle eines Pilotlandkreises, sondern auch die Funktion als koordinierende Stelle für die weitere Entwicklung des Systems.

Später wurde die Plattform schrittweise bei weiteren Bauaufsichtsbehörden eingeführt. Zu den Pilotpartnern gehörten neben Oberspreewald-Lausitz auch die Landkreise Märkisch-Oderland und Elbe-Elster.

Mittlerweile sind unter anderem Cottbus, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße über das Portal erreichbar.

Rund 250.000 Blatt Papier könnten allein in OSL wegfallen

Wie groß die Papierersparnis sein kann, hatte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz bereits zum Beginn der Pilotphase berechnet.

Die dortige Bauaufsicht bearbeitet durchschnittlich etwa 600 Bauanträge pro Jahr. Bei einer vollständigen Digitalisierung dieser Anträge könnten nach der damaligen Berechnung jährlich rund 250.000 Blatt Papier eingespart werden.

Brandenburgs Bauminister Robert Crumbach sieht in der landesweiten Einführung eine Möglichkeit, Aufwand und Papierverbrauch zu reduzieren und die Bearbeitung von Bauanträgen zu beschleunigen. Das vom Land gesetzte Ziel, das Virtuelle Bauamt bis 2026 flächendeckend einzuführen, sei damit erreicht.

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Autor: Redaktion

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