Symbolbild von Euroscheinen und Münzen von oben. Kürzung im Landkreis.

Viele Brandenburger rechnen mit lebenslangen Geldsorgen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 05. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

42,86 Prozent der Befragten in Brandenburg rechnen laut einer Umfrage von BrokerChooser damit, ihr ganzes Leben lang Geldsorgen zu haben. Damit weist Brandenburg im Bundesländervergleich den dritthöchsten Anteil auf. Deutschlandweit liegt der Wert bei 29,6 Prozent.

Die Zahlen stammen aus einer Umfrage des Online-Broker-Vergleichsportals BrokerChooser zum Umgang der Menschen mit ihren persönlichen Finanzen und ihren Sparzielen.

Brandenburg mit besonders hohem Anteil

Mehr als vier von zehn Befragten aus Brandenburg gaben demnach an, mit dauerhaften finanziellen Sorgen zu rechnen. Nur in zwei Bundesländern war der Anteil noch höher. Zum Vergleich: In Bremen lag der Wert laut der Auswertung bei 20 Prozent und damit am niedrigsten. Wie groß die Stichprobe speziell für Brandenburg war, geht aus den vorliegenden Angaben zur Umfrage nicht hervor. Die Ergebnisse sollten deshalb insbesondere beim Vergleich einzelner Bundesländer entsprechend eingeordnet werden.

Altersvorsorge ist für viele ein wichtiger Spargrund

Auch die Rente beschäftigt viele Befragte. Deutschlandweit gaben 46,8 Prozent an, für ihre Altersvorsorge zu sparen. Dabei gibt es laut Umfrage Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Bei den Männern nannten 53,67 Prozent die Rente als Spargrund, bei den Frauen waren es 40,2 Prozent. Das Thema fällt in eine Zeit, in der auch politisch intensiv über die künftige Finanzierung der Alterssicherung diskutiert wird. Seit dem 1. Juli 2026 sind die gesetzlichen Renten in Deutschland um 4,24 Prozent gestiegen. Das Rentenniveau wird derzeit bei 48 Prozent gehalten. Diese Haltelinie gilt nach aktueller Gesetzeslage bis 2031.

Jüngere haben häufiger Schwierigkeiten mit ihrem Budget

Auch das Alter spielt laut BrokerChooser eine Rolle beim Umgang mit Geld. Von den 18- bis 24-Jährigen gaben 27,38 Prozent an, Schwierigkeiten damit zu haben, sich an ein Budget zu halten. Bei den Befragten ab 55 Jahren waren es dagegen 11,04 Prozent. Die Ergebnisse zeigen damit deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Gleichzeitig sagen sie nichts darüber aus, welche konkreten Einkommen, Lebenshaltungskosten oder finanziellen Verpflichtungen hinter den Antworten stehen.

Altersvorsorge bleibt großes Thema

Die Bundesregierung arbeitet parallel an weiteren Veränderungen bei der Alterssicherung. Nach Angaben der Bundesregierung soll das Rentensystem angesichts des demografischen Wandels langfristig reformiert werden. Vorschläge einer Alterssicherungskommission wurden im Juni 2026 vorgelegt. Für viele Menschen ist die finanzielle Absicherung im Alter laut der BrokerChooser-Umfrage schon jetzt ein wichtiger Grund, Geld zurückzulegen.

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Autor: Redaktion

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