Zum ersten Mal starten Studierende an der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem in Cottbus. 36 angehende Mediziner beginnen am 12. Oktober ihr Studium.
Festakt im Staatstheater zum Studienstart
Die MUL feiert ihren ersten Studienjahrgang am Sonntag, 11. Oktober, mit einem Festakt im Staatstheater Cottbus. Einen Tag später beginnt für die 36 Studierenden offiziell das Humanmedizinstudium.
Damit startet zwei Jahre nach der Gründung der Universität auch der universitäre Lehrbetrieb in Cottbus. Anschließend lernen die neuen Studierenden ihre Universität und die Stadt während zwei „Ersties-Wochen“ näher kennen.
Medizin-Studium verbindet Theorie und Praxis von Anfang an
Die MUL startet mit einem Modellstudiengang Humanmedizin. Dabei trennt die Universität medizinische Grundlagen und praktische Ausbildung nicht wie in klassischen Studiengängen zeitlich voneinander.
Stattdessen verbindet sie grundlagenmedizinische, klinisch-theoretische und klinische Inhalte von Beginn an miteinander. Die Studierenden bekommen dadurch schon früh Einblicke in die medizinische Praxis und den Umgang mit Patienten.
Auch Forschung und die Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe spielen im Studium eine wichtige Rolle. Die MUL setzt dabei unter anderem Schwerpunkte auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens und die Gesundheitssystemforschung.
Aus 36 sollen langfristig 1.200 Studienplätze werden
Die ersten 36 Studienplätze bilden nur den Anfang. In den kommenden Jahren will die Medizinische Universität die Zahl schrittweise erhöhen.
Bis 2040 plant die MUL insgesamt 1.200 Studienplätze für Humanmedizin. Das Ausbauziel sieht später rund 200 Medizinstudierende pro Jahrgang vor.
Die Universität will mit dem Studium auch Nachwuchs für die medizinische Versorgung in der Lausitz gewinnen. Die Studierenden sollen während ihrer Ausbildung früh Kontakte zu Kliniken, Forschung und weiteren Einrichtungen in der Region knüpfen.
Neue Studierende verändern den Campus in Cottbus
Mit dem Studienstart wächst die MUL von einer Universitätsklinik mit Forschung und Aufbauarbeit zu einem echten Studienort. Künftig gehören neben Patienten und Beschäftigten auch Studierende zum Alltag auf dem Campus in der Thiemstraße.
Die Universität plant in den kommenden Jahren zudem einen weiteren Ausbau des Medizincampus in Cottbus. Mehr als 80 Professuren und zusätzliche Flächen gehören zum langfristigen Ausbaukonzept.
Foto: Britta March / MUL – CT – Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT, und Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Gründungsvorständin Wissenschaft an der MUL – CT, auf dem Podium der LPK in Potsdam.
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