Der Landkreis Dahme-Spreewald startet ein neues Pilotprojekt für Kinder aus suchtbelasteten Familien. Ziel ist es, betroffene Kinder und ihre Familien künftig deutlich besser zu unterstützen.
Dafür hat der Landkreis gemeinsam mit der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen (BLS) eine Fördervereinbarung unterschrieben. In den kommenden drei Jahren soll ein umfassendes Unterstützungskonzept entwickelt werden.
Dahme-Spreewald startet Pilotprojekt
Der Landkreis Dahme-Spreewald ist die erste Pilotkommune im Projekt „selbstbestimmt“. Dieses Programm der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen will die Lebenssituation von Kindern aus suchtbelasteten Familien langfristig verbessern.
Bis Ende 2028 wird dafür eine Koordinationsstelle vollständig gefördert. Sie soll verschiedene Hilfsangebote bündeln und neue Strukturen aufbauen.
Hilfen sollen besser zusammenarbeiten
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die bessere Zusammenarbeit verschiedener Hilfesysteme.
Dazu gehören unter anderem:
- Gesundheitsamt
- Jugendhilfe
- Suchtberatung
Durch abgestimmte Angebote sollen Kinder aus suchtbelasteten Familien früher Unterstützung bekommen und langfristig stabiler aufwachsen können.
Tausende Kinder im Landkreis betroffen
Das Thema ist in Brandenburg besonders relevant. Experten gehen davon aus, dass jedes fünfte bis sechste Kind in einem Haushalt lebt, der von Sucht oder psychischen Erkrankungen geprägt ist.
Im Landkreis Dahme-Spreewald betrifft das schätzungsweise 3.900 bis 4.700 Kinder unter 14 Jahren.
Diese Kinder gelten als besonders gefährdet, später selbst psychische Erkrankungen zu entwickeln. Deshalb sollen Prävention und Unterstützung künftig stärker ausgebaut werden.
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