Nach mehreren Gewaltvorfällen an der Regine-Hildebrandt-Grundschule in Cottbus hat ein gemeinsames Maßnahmenpaket von Stadt Cottbus und Bildungsministerium erste Ergebnisse gebracht. Zum Start des neuen Schulhalbjahres wurden mehrere Veränderungen umgesetzt – und nach Angaben der Stadt zeigen sie bereits Wirkung.
Die Zahl der Vorfälle sei deutlich zurückgegangen. Schule, Elternvertretung und Stadtverwaltung berichten von einer spürbar ruhigeren Situation an der Grundschule.
Neue Maßnahmen an der Regine-Hildebrandt-Grundschule
Das Maßnahmenpaket für die Regine-Hildebrandt-Grundschule wurde gemeinsam von der Stadt Cottbus und dem Bildungsministerium entwickelt.
Zu den wichtigsten Punkten gehört eine Verstärkung der Schulleitung. Die Stelle der stellvertretenden Schulleitung soll möglichst schnell dauerhaft besetzt werden.
Außerdem wurden neue Lerngruppen-Strukturen eingerichtet. Ziel ist es, Unterricht und Betreuung besser zu organisieren und Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
Problemschüler werden nicht mehr an der Schule unterrichtet
Ein weiterer Schritt betrifft Schülerinnen und Schüler, die zuvor wiederholt durch schwere Konflikte aufgefallen waren.
Nach Angaben der Stadt werden insgesamt neun sogenannte Problemschüler derzeit nicht mehr an der Regine-Hildebrandt-Grundschule unterrichtet.
Die Rückmeldungen aus der Schule seien laut Stadtverwaltung eindeutig: Lehrer und Eltern berichten von einer positiven Entwicklung.
Stadt Cottbus plant Spitzentreffen zur Schulgewalt
Die Situation an der Regine-Hildebrandt-Grundschule soll jetzt auch auf politischer Ebene weiter ausgewertet werden.
Oberbürgermeister Tobias Schick plant ein Spitzentreffen zur Gewalt an Schulen. Eingeladen werden sollen unter anderem:
- Arbeitsminister René Wilke
- der neue Innenminister
- der neue Bildungsminister
Bei dem Treffen soll es darum gehen, weitere Lösungen für Gewalt an Schulen zu entwickeln – auch mit Blick auf andere Städte im Land Brandenburg.
Maßnahmen könnten Vorbild für andere Städte werden
Die Erfahrungen aus der Regine-Hildebrandt-Grundschule in Cottbus könnten künftig auch für andere Kommunen im Land interessant werden.
Die Stadt will gemeinsam mit dem Land prüfen, welche Maßnahmen sich auf weitere Schulen übertragen lassen.
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