Windräder vor Landwirtschaftlichen Flächen

Höhenwindturm bei Schipkau: Bau startet wieder

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Freitag, 27. Februar 2026“.Liveblog ansehen

Der Höhenwindturm bei Schipkau wird ab 2. März 2026 wieder weitergebaut. Auf der Hochkippe soll eine neue Landmarke entstehen: eine Windkraftanlage mit 365 Metern Höhe – und damit die höchste ihrer Art weltweit.

Der Zeitplan war zuletzt ins Rutschen geraten. Jetzt sind die Arbeiten wieder angesetzt. Und das Projekt soll ab Ende März sichtbar wachsen.


Warum der Höhenwindturm wochenlang stillstand

Beim Höhenwindturm ging es in den vergangenen Monaten vor allem um eins: Qualität und Sicherheit. Nach Angaben des Projektträgers wurden alle bereits montierten Stahlelemente und Lieferungen auf der Baustelle intensiv geprüft.

Dabei fielen Abweichungen an gelieferten Teilen eines Subunternehmens auf. Diese Komponenten werden ersetzt. Die Ersatzteile sind nach aktuellem Stand fast vollständig auf dem Gelände angekommen.


Ab Ende März soll der Turm wieder sichtbar wachsen

Die Vorarbeiten für den Neustart laufen seit Mitte Februar. Dazu gehört auch, dass der Großkran wieder in Betrieb genommen wurde. Nach derzeitigem Stand sollen die Austauscharbeiten an den Stahlelementen bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.

Erst danach geht es beim Höhenwindturm in die nächste Phase: Die Montage des Turms wird fortgesetzt – und dann dürfte man in der Region auch wieder deutlich mehr sehen.


Was das Projekt besonders macht

Der Höhenwindturm ist ein Pilotprojekt, das Windenergie aus ganz neuen Höhen nutzbar machen soll. In großer Höhe sind die Winde oft stärker und gleichmäßiger. Das kann – je nach Standort und Bedingungen – höhere Erträge bringen als bei herkömmlichen Anlagen.

Rechnerisch soll der Höhenwindturm später den Jahresbedarf von rund 7.500 Vier-Personen-Haushalten decken.


Wer dahintersteht und was das Ziel ist

Bauherr ist die Gicon GmbH aus Dresden. Realisiert wird der Höhenwindturm als Pilotvorhaben in Deutschland im Auftrag einer Projektgesellschaft, die mit einer Tochter der Bundesagentur für Sprunginnovationen verbunden ist.

Das Ziel: Mehr Windstrom aus neuen Höhen – und damit ein weiterer Schritt für die Energiewende in der Lausitz.

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Autor: Redaktion

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