Der Chemiekonzern BASF verlagert Stellen nach Indien – und das trifft auch die Lausitz. Betroffen ist der Standort in Schwarzheide. Dort soll der Bereich „Digital Solutions“ bis Ende 2027 vollständig wegfallen.
BASF verlagert Stellen nach Indien: Schwarzheide im Fokus
Im Zuge der Neuausrichtung sollen Aufgaben des Bereichs „Global Business Services“ in einem neuen globalen Hub in Indien gebündelt werden. Bereits im Januar hatte BASF angekündigt, im indischen Hyderabad einen Digitalstandort aufzubauen, um Kompetenzen an einem kostengünstigeren Standort zusammenzuführen.
Während in Berlin noch offen ist, wie viele Stellen betroffen sind, steht für Schwarzheide fest: Der Digitalbereich soll komplett entfallen.
Nach Angaben der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie arbeiten in diesem Bereich aktuell rund 100 Beschäftigte. Wie viele Arbeitsplätze konkret gestrichen werden, teilte das Unternehmen bislang nicht mit.
Kritik und offene Fragen
Die Gewerkschaft IGBCE kritisiert die Pläne deutlich und befürchtet einen weiteren Einschnitt für die Beschäftigten. Auch aus der Politik kommt Kritik an der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.
BASF erklärt, Details würden derzeit ausgearbeitet. Arbeitnehmervertretungen sollen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben eingebunden werden.
Für Schwarzheide bedeutet die Ankündigung vor allem eines: neue Unsicherheit in einer Region, die sich ohnehin im Strukturwandel befindet.
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