Ein Auto rast an einem Blitzer vorbei

Mehr als 1,6 Millionen Kontrollen: Cottbus zieht Blitzer-Bilanz für 2025

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 28. Januar 2026“.Liveblog ansehen

Die Stadt Cottbus hat 2025 mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge kontrolliert und dabei zehntausende Temposünder erwischt.
Der Schwerpunkt lag klar auf mobilen Blitzern, sensiblen Bereichen wie Schulwegen, Kitas und Senioreneinrichtungen sowie auf stark belasteten Ortsteilen.


Mobile Blitzer bleiben das wichtigste Instrument

Die Stadt setzt weiterhin vorrangig auf mobile Geschwindigkeitsüberwachung. 2025 wurden damit 642.030 Fahrzeuge kontrolliert. 30.138 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell unterwegs.

Der Vorteil der mobilen Technik: Sie kann flexibel auf Unfallhäufungen, Baustellen und Bürgerhinweise reagieren.

Zusätzlich kamen sogenannte Enforcement Trailer zum Einsatz. Diese Blitzer-Anhänger überwachten vor allem die Ortsteile Kahren, Kiekebusch und Branitz. Grund war das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die Sperrung der L 49.
Mit den Anhängern wurden 1.039.079 Fahrzeuge erfasst. 12.943 davon waren schneller als erlaubt.


Fokus auf Schulwege und sensible Bereiche

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Schulwegsicherung. Rund um Schulbeginn und Schulschluss waren Radarwagen 167 Stunden im Einsatz. Gemessen wurden 24.323 Fahrzeuge, dabei gab es 900 Geschwindigkeitsüberschreitungen.
Auch vor Kitas und Seniorenheimen kontrollierte die Stadt intensiv. Dort wurden 160.845 Fahrzeuge gemessen, 7.735 Verstöße festgestellt. Nach Angaben der Stadt liegt die Überschreitungsquote hier bei knapp fünf Prozent.


Extreme Temposünder sorgen für Kopfschütteln

Neben vielen kleineren Verstößen registrierte die Stadt auch gravierende Einzelfälle. Außerorts wurden 141 km/h bei erlaubten 70 km/h gemessen. Innerorts raste ein Autofahrer mit 101 km/h durch eine 30er-Zone. Solche Fälle zeigen, warum Kontrollen notwendig bleiben.


Speedmarathon und stationäre Blitzer

Auch am bundesweiten Speedmarathon beteiligte sich Cottbus. An einem Tag wurden 9.035 Fahrzeuge gemessen, 205 Verstöße festgestellt.
Stationäre Blitzer erfassten zusätzlich 8.842 Geschwindigkeitsverstöße und 1.919 Rotlichtverstöße. Die Stadt sieht hier einen leichten Rückgang und spricht von wachsender Regelakzeptanz.


Einnahmen fließen in den Stadthaushalt

Die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung beliefen sich 2025 auf rund 1,7 Millionen Euro. Das Geld fließt in den städtischen Haushalt.
Auch künftig will die Stadt an Schulen, sozialen Einrichtungen und Unfallstellen präsent bleiben. Ergänzend sollen Dialogdisplays eingesetzt werden, die Autofahrenden ihre Geschwindigkeit anzeigen – ohne Strafe, aber mit klarer Botschaft.

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Autor: Redaktion

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