Mehrere hohe Wohnhäuser nebeneinander

Wohnungsmarkt in Brandenburg bleibt angespannt

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 16. Dezember 2025“.Liveblog ansehen

Hohe Mieten, teure Baukosten und steigende Zinsen – der neue Wohnungsmarktbericht 2025 zeigt: Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Brandenburg entspannt sich nicht. Besonders im Berliner Umland, aber zunehmend auch in entfernteren Regionen, steigen die Mieten weiter. Bauminister Detlef Tabbert (BSW) warnt, dass die Probleme längst die Mittelschicht erreicht haben.


Mieten steigen auch außerhalb von Berlin

Während in Berlin der Wohnungsmarkt seit Jahren überhitzt ist, ziehen nun auch Städte wie Zossen, Eberswalde, Nauen und Ludwigsfelde nach. Wer innerhalb einer Stunde in die Hauptstadt pendeln kann, erlebt dort inzwischen ebenfalls deutlich steigende Mieten und Grundstückspreise.
Gleichzeitig bleibt die Stimmung im Baugewerbe zurückhaltend: Hohe Kreditzinsen und explodierende Baukosten bremsen Investitionen. Das Resultat: zu wenig neuer Wohnraum, zu hohe Nachfrage – und damit weiter steigende Preise.


Neue Bauordnung soll Entlastung bringen

Um die angespannte Lage zu entschärfen, will die Landesregierung eine neue Bauordnung auf den Weg bringen. Das Kabinett soll den Entwurf am Dienstag beschließen. Ziel ist, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die neue Bauordnung soll spätestens im Juni 2026 in Kraft treten.


Bezahlbarer Wohnraum bleibt das zentrale Ziel

Tabbert betonte, wie wichtig es sei, bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen zu schaffen – auch durch den Umbau bestehender Gebäude. Ein Vorzeigeprojekt steht in Wittenberge, wo ein Plattenbau so umgestaltet wurde, dass Familien und Senioren gemeinsam, aber barrierefrei wohnen können.
Der Anteil der Seniorenhaushalte liegt in Brandenburg mittlerweile bei 28 Prozent – Tendenz steigend.


Wohnungsbau verliert an Dynamik

Zwischen 2013 und 2022 wuchs der Wohnungsbestand in Brandenburg um fast sieben Prozent, rund 103.000 neue Wohnungen entstanden. Doch die Zahl der Fertigstellungen dürfte in den kommenden Jahren deutlich sinken.
Laut Forschungsinstitut Regiokontext gehen die Baugenehmigungen bereits seit 2022 zurück – die Folge: weniger Neubau und weiterhin hoher Druck auf den Markt.

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Autor: Redaktion

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