Ein weiterer Meilenstein im Strukturwandel der Lausitz – ab 2027 soll der Campus an den IBA-Terrassen klimaneutral arbeiten
In Großräschen wächst eines der sichtbarsten Symbole des Lausitzer Strukturwandels: An den IBA-Terrassen wurde heute das Richtfest für die neue Energiewerkstatt gefeiert. Gemeinsam mit der Stadt, Projektpartnern und Bürgerinnen und Bürgern nahm auch Staatskanzlei-Chefin Kathrin Schneider an der Zeremonie teil. Das Gebäude ist Teil des großen Umbaus der IBA-Terrassen zu einem modernen Campus für Tourismus, Arbeit, Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Energiewende zum Anfassen
Die Energiewerkstatt soll den gesamten Campus ab 2027 klimaneutral mit Energie versorgen – und zugleich Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie nachhaltige Energieerzeugung in der Praxis funktioniert. Das Bauwerk entsteht als gläserne Werkstatt, in der über moderne Technik wie Wärmepumpen, Photovoltaik, Rückkühlung und Wasserstoffsysteme informiert wird.
„Hier am Großräschener See zeigt sich der Lausitzer Strukturwandel direkt und unmittelbar“, sagte Schneider beim Richtfest. „Mit der Internationalen Bauausstellung von 2000 bis 2010 wurden schon damals entscheidende Weichen für die Zeit nach der Kohle gestellt.“
25 Millionen Euro für den Umbau der IBA-Terrassen
Der Umbau der IBA-Terrassen wird in mehreren Abschnitten realisiert und ist mit über 25 Millionen Euro veranschlagt. Die neue Energiewerkstatt selbst wird mit mehr als 8,3 Millionen Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz des Bundes gefördert. Bereits 2024 wurde das neue Besucherzentrum eröffnet – ein erster Baustein des zukünftigen Campus.
Neben der Energiezentrale entstehen auf dem Gelände künftig Coworking-Spaces, Gastronomie, Ausstellungsräume und Veranstaltungsflächen. Unterhalb der Victoriahöhe, einer ehemaligen Außenkippe des Tagebaus Meuro, soll zudem ein Besucherstollen an die Bergbaugeschichte Großräschens erinnern.
Großräschen als Tor zum Lausitzer Seenland
Mit dem Campus-Umbau werden die IBA-Terrassen zu einem Ort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Lausitz aufeinandertreffen. Schon heute ziehen der Großräschener See, das Seehotel und der Hafen viele Gäste an. Künftig soll der Standort noch stärker zu einem Schaufenster für Innovation, Bildung und nachhaltige Entwicklung werden.
Die Stadt Großräschen betreibt den Campus und will den neuen Ort der Begegnung zu einem Impulsgeber für das gesamte Lausitzer Seenland machen.
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