Kräuter mit Schere und Faden

Kräuteropa Peter Franke begeistert mit 72 Jahren auf Instagram

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 21. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Peter Franke aus Werben hat mehr als 50 Jahre Erfahrung als Koch. Heute nennt sich der 72-Jährige „Kräuteropa“ und begeistert mit Wildkräutern, Spreewaldwissen und Selbstversorgung inzwischen mehr als 135.000 Menschen auf Instagram.

Durch die Bundesgartenschau kommt Peter Franke in die Lausitz

Sein Weg in die Lausitz begann 1995. Peter Franke arbeitet damals bei der Bundesgartenschau in Cottbus mit. Die Region hat ihn anschließend nicht mehr losgelassen. Hier lernt er auch seine spätere Frau Antje kennen. Seit mehr als 28 Jahren sind die beiden verheiratet. Gemeinsam prägen sie seit vielen Jahren den Spreewälder Landgasthof in Werben. Das Kochen hat Franke allerdings schon mit in die Lausitz gebracht. Anfang der 1970er-Jahre hat er seine Ausbildung zum Koch in Bad Lausick absolviert. Später arbeitete er viele Jahre als Spreewaldkoch und nach eigenen Angaben mehr als 20 Jahre als kulinarischer Botschafter der Region Berlin-Brandenburg. Besonders die einfache Spreewaldküche begeistert ihn bis heute. Kräuterquark mit Leinöl und Pellkartoffeln zählt für ihn zu den Gerichten, die den Spreewald ausmachen.

Aus dem Spreewaldkoch wird der Kräuteropa

Inzwischen ist Peter Franke Rentner. Ruhig geworden ist sein Alltag deshalb nicht. Heute verbringt er einen großen Teil seiner Zeit in seinem „Unkrautladen“ in Werben. Dort sammelt und verarbeitet er Wildkräuter, Gemüse und andere Pflanzen aus der Region. Mehrere Stunden am Tag ist er dafür draußen unterwegs. Außerdem veranstaltet er seinen sogenannten „Kräuterklatsch“ und vermittelt dort sein Wissen rund um Kräuter und Selbstversorgung. Sein eigenes Lebenskonzept beschreibt Franke ganz einfach: körperlich und geistig aktiv bleiben und sich mit Menschen umgeben, die ihm guttun.

Mehr als 135.000 Menschen folgen dem Kräuteropa

Inzwischen erreicht Peter Franke mit seinem Wissen auch ein großes Publikum im Internet. Auf Instagram folgen ihm mittlerweile mehr als 135.000 Menschen. Gemeinsam mit einem jungen Videomacher produziert er kurze Videos über Pflanzen aus der Region. Mal geht es um Hagebutten, Schlehen oder Spitzwegerich, mal um ungewöhnlichere Fragen wie zum Beispiel „Kann man Dahlien essen? Was lässt sich mit Astern anfangen? Und welche Pflanzen wachsen direkt vor unserer Haustür?“ Gerade auch viele jüngere Menschen interessieren sich nach Frankes Beobachtung für seine Videos.

Wissen aus mehr als 60 Jahren soll weiterleben

Der Erfolg in den sozialen Netzwerken hat für Peter Franke vor allem einen Zweck. Er möchte sein Wissen weitergeben. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Kräutern, Lebensmitteln und Vorratshaltung. Dabei geht es ihm auch um die Frage, wie Menschen wieder stärker nutzen können, was in ihrer Umgebung wächst. Ein Satz seiner Mutter begleitet ihn dabei bis heute: „Der beste Rat ist der Vorrat.“ Frankes Videos drehen sich deshalb nicht nur um einzelne Pflanzen. Er zeigt auch, wie er Kräuter verarbeitet, Vorräte anlegt und seine Erfahrungen in den Alltag einbaut.

Mit 72 noch einmal ein neues Kapitel

Vom gelernten Koch über den Spreewaldkoch bis zum Kräuteropa auf Social Media – Peter Franke hat auch mit 72 Jahren nicht vor, sich zurückzuziehen. Stattdessen verbindet er heute jahrzehntelange Erfahrung mit kurzen Videos für eine neue Generation. Und sein Motto passt dazu ziemlich gut: „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen.“

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Autor: Redaktion

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