Fast drei Jahre nach dem tödlichen Brand an der Dresdener Straße in Cottbus kommt Bewegung in das Verfahren um die Ruine. Ein Gutachten sieht inzwischen eine relevante Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Deshalb kann die Stadt jetzt weitere behördliche Schritte einleiten. Die notwendigen Maßnahmen könnten rund 500.000 Euro kosten.
Gutachten bestätigt Gefahren an der Brandruine
Am 27. Oktober 2023 brannte das damals leerstehende Gebäude. Bei einer späteren Kontrolle fanden Einsatzkräfte einen toten Mann in der Ruine. Die Feuerwehr hatte das Gebäude wegen der Einsturzgefahr bereits damals nur von außen gelöscht.
Seitdem steht die Ruine an der viel befahrenen Dresdener Straße. Immer wieder halten sich dort nach Angaben der Stadt auch Menschen auf. Dabei drohen Gefahren durch herabhängende oder einsturzgefährdete Gebäudeteile.
Außerdem liegen noch Brandrückstände auf dem Grundstück. Starker Wind könnte Teile davon aufwirbeln und verteilen.
Stadt Cottbus führt inzwischen das Verfahren
Zunächst hatte das Landesamt für Umwelt Brandenburg das Verfahren geführt. Nach einer Änderung der Zuständigkeiten übernahm die untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde der Stadt Cottbus die Verfahrensakten im Dezember 2025.
Die Stadt wertete anschließend die bisherigen Unterlagen aus und hörte den Grundstückseigentümer erneut an. Außerdem beauftragte sie ein Sachverständigenbüro.
Die Experten kamen im Mai zu dem Ergebnis, dass von der Ruine eine ernstzunehmende Gefahr ausgeht. Damit hat die Stadt nun eine Grundlage, um weitere Maßnahmen zu verlangen.
Maßnahmen könnten rund 500.000 Euro kosten
Nach derzeitiger Schätzung könnten Abriss, Entsorgung und die notwendige technische Begleitung zusammen rund eine halbe Million Euro kosten.
Allerdings bedeutet das Gutachten noch nicht, dass der Abriss unmittelbar startet. Zunächst läuft das Verwaltungsverfahren weiter. Außerdem kann der Grundstückseigentümer gegen Entscheidungen der Behörde Rechtsmittel einlegen.
Deshalb rechnet die Stadt nicht mehr mit einem Abschluss des Verfahrens im Jahr 2026. Sobald rechtlich weitere Informationen möglich sind, will die Stadt über den neuen Stand informieren.
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